Dank und Anerkennung für gelebte politische Bildung
Mit großer Wertschätzung und aufrichtiger Dankbarkeit gratulieren wir als Schüler*innen der Wiener Parteischule zum 20-jährigen Jubiläum von Wolfgang Markytan als Leiter dieser traditionsreichen Bildungseinrichtung.
Seit dem 2. März 2006 prägt er die Entwicklung der Schule maßgeblich – nicht nur organisatorisch, sondern vor allem menschlich und politisch. Für uns Teilnehmer*innen ist er weit mehr als ein Bildungsmanager: Er ist Impulsgeber, kritischer Begleiter, Förderer und Verteidiger einer lebendigen demokratischen Kultur.
Die Wiener Parteischule – Bildung mit Geschichte



Die Wurzeln unserer politischen Bildung reichen tief in die Geschichte der Arbeiter*innenbewegung zurück. Mit dem Arbeiterbildungsverein Gumpendorf 1867 begann eine Tradition, die später zur Formierung der Sozialdemokratie führte. Bildung war nie bloß Mittel zum Zweck – sie war Voraussetzung für politische Mündigkeit und soziale Emanzipation.
In dieser historischen Linie steht die 1947 gegründete Wiener Parteischule bis heute.
Unter der Leitung von Wolfgang Markytan wurde diese Tradition nicht nur bewahrt, sondern weiterentwickelt.
20 Jahre Kontinuität und Erneuerung
Als Schüler*innen erleben wir, was es bedeutet, wenn politische Bildung ernst genommen wird.
Die Lehrgänge – die sich über ein bis eineinhalb Jahre erstrecken – sind intensiv, fordernd und zugleich inspirierend. Vermittelt werden:
- Grundlagen demokratischer Entwicklung
- Politische Strukturen Österreichs
- Geschichte der Arbeiter*innenbewegung
- Gesellschaftspolitische Analyse
- Kommunikations- und Organisationskompetenz
- Rhetorik und strategisches Denken
- Aktuelle Themen wie Digitalisierung, demokratische Resilienz, Friedenspolitik und Neutralität
Allein im vergangenen Jahrzehnt wurden rund 1.000 Funktionär*innen ausgebildet. Diese Zahl steht nicht nur für Quantität, sondern für Qualität politischer Schulung.
Persönliche Begleitung statt bloßer Wissensvermittlung
Was Wolfgang Markytan auszeichnet, ist seine besondere Art der Führung.
Er fordert, ohne zu überfordern.
Er kritisiert, ohne zu entmutigen.
Er ermutigt, Verantwortung zu übernehmen.
Er begleitet nicht nur Lehrgänge – er begleitet Menschen in ihrer politischen Entwicklung.
Viele von uns haben durch die Parteischule gelernt:
- eigene Positionen klarer zu formulieren
- Debatten differenzierter zu führen
- politische Prozesse analytisch zu durchdringen
- Verantwortung in Partei, Gemeinde oder Organisation zu übernehmen
Die Absolvent*innen finden sich heute auf unterschiedlichsten Ebenen politischer Arbeit wieder – in Bezirksorganisationen, Landesstrukturen, parlamentarischen Funktionen oder im vorpolitischen Raum.
Bildung als Fundament der sozialdemokratischen Bewegung
Die Idee, dass Bildung ein zentrales Gut der Sozialdemokratie ist, zieht sich durch die gesamte Geschichte der Bewegung – von den frühen Arbeiterbildungsvereinen bis zur modernen politischen Akademiearbeit.
Wolfgang Markytan verkörpert dieses Verständnis von Bildung als:
- Mittel zur Selbstermächtigung
- Grundlage demokratischer Stabilität
- Schutzschild gegen Populismus und Autoritarismus
- Instrument sozialer Gerechtigkeit
Gerade in Zeiten wachsender gesellschaftlicher Polarisierung ist politische Bildung kein Luxus – sondern Notwendigkeit.
Politische Schule als Raum der Reflexion
Die Wiener Parteischule ist kein Ort der reinen Parteidisziplin. Sie ist ein Raum des Diskurses.
Hier wird diskutiert, gestritten, analysiert.
Hier werden Positionen hinterfragt.
Hier wird politische Verantwortung eingeübt.
Wolfgang Markytan hat diesen offenen Diskurs stets gefördert. Unterschiedliche Perspektiven sind willkommen – solange sie auf demokratischen Grundwerten basieren.
Diese Haltung prägt das Lernklima und schafft Vertrauen.
31. und 32. Lehrgang – gelebte Generationenarbeit
Dass Wolfgang Markytan mittlerweile den 31. und 32. Lehrgang begleitet, zeigt nicht nur Kontinuität, sondern generationenübergreifende Wirkung.
Die Parteischule ist ein Ort, an dem:
- junge Aktivist*innen erste politische Schritte setzen
- erfahrene Funktionär*innen ihre Perspektiven erweitern
- unterschiedliche Lebensrealitäten aufeinandertreffen
Diese Vielfalt wird nicht nivelliert, sondern produktiv genutzt.
Dank für Engagement und Verlässlichkeit
20 Jahre Leitung bedeuten:
- organisatorische Verantwortung
- inhaltliche Weiterentwicklung
- Anpassung an gesellschaftliche Veränderungen
- persönliche Begleitung hunderter Teilnehmer*innen
- Verteidigung demokratischer Grundwerte
Für uns als Schüler*innen ist klar: Ohne dieses Engagement wäre die Wiener Parteischule nicht das, was sie heute ist.
Wolfgang Markytan steht für eine politische Bildung, die Tradition und Moderne verbindet – fundiert, kritisch und zukunftsorientiert.
Blick in die Zukunft
Die Herausforderungen für demokratische Bewegungen wachsen:
- Digitale Desinformation
- Demokratische Erosionsprozesse
- Internationale Krisen
- Soziale Ungleichheit
Gerade deshalb braucht es Orte wie die Wiener Parteischule – und Persönlichkeiten, die diese Orte mit Überzeugung gestalten.
Wir als Schüler*innen wissen: Politische Bildung ist kein abgeschlossener Prozess. Sie ist lebenslang.
Unser Dank
Lieber Wolfgang,
im Namen vieler aktueller und ehemaliger Teilnehmer*innen sagen wir:
Danke für Geduld.
Danke für Klarheit.
Danke für kritische Fragen.
Danke für Vertrauen.
Danke für 20 Jahre Einsatz für politische Bildung.
Wir nehmen das Gelernte mit – in unsere Organisationen, in unsere Gemeinden, in unsere politische Arbeit.
Die Parteischule formt nicht nur Funktionärinnen.
Sie formt Demokratinnen.
Und dafür gebührt dir unser aufrichtiger Respekt und unsere Anerkennung.

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